Niemand ist in der Trauerzeit, aber auch bei anderen Verlust- und Schicksalsschlägen des Lebens gefeit gegen düstere und bohrende negative Gedanken; meistens kommen diese »Grübelmonster« in der Nacht, wenn der Geist nicht mehr mit Arbeit und Alltagsproblemen beschäftigt ist. Dann führen die schwarzen Gedanken schnell zu negativen Gefühlen und schließlich zu einer Grundstimmung von Pessimismus oder gar Verbitterung, die kaum zu ertragen ist und Schlaflosigkeit erzeugt.
WAS TUN, WENN »GRÜBEL-MONSTER« SIE PLAGEN?
Mein »STOPP!-SCHILD«
Um düstere Gedanken in ihre Schranken zu weisen, habe ich mir im 1. Trauerjahr auf ein DinA4-Blatt ein großes blutrotes STOPP-SCHILD gemalt. Das hängte ich mir gut sichtbar auf. Immer wenn das »Trauermonster« mich in Endlos-Gedanken treiben wollte, schaute ich das STOPP-Schild an und sagte laut:
Weiterlesen: TRAUER & VERLUST: Wie Sie düstere Gedanken stoppen!STOPP! Bis hierhin und nicht weiter!
Probieren Sie es aus: Vielleicht hilft auch Ihnen diese bewusste Unterbrechung der Gedanken durch ein lautes STOPP! Und falls das alles nichts hilft, und Sie für eine Weile aus der Trauerschleife ausbrechen möchten? Wie wäre es dann mit …
Humor in der Trauer?
Auch ein winziges Lachen – oder nur ein Lächeln – signalisiert Ihrem Gehirn, dass Sie bereit sind, dem Leben auch in schwersten Zeiten ein paar heitere Seiten abzugewinnen. Diese Bereitschaft und Akzeptanz belohnt das Gehirn mit Ausschüttung von Endorphinen – Stoffen, die als körpereigene Opioide wirken, Schmerz reduzieren und Wohlbefinden steigern können. Mir halfen dabei immer gute Bücher, vergnügliche Filme oder Fernsehserien wie »Hubert & Staller«.
Falls Sie ein gläubiger Mensch sind, können Sie sich vielleicht den Satz aus der BERGPREDIGT (Mt, 6,34) als Motto nehmen: »Sorget euch nicht um den morgigen Tag … jeder Tag hat genug an seiner eigenen Last.«
Was tun, wenn die Stimme versagt?
Als ehemalige Chansonsängerin war es für mich besonders schmerzlich, dass ich im ersten Trauerjahr als Witwe auch noch meine Stimme verlor. Sobald ich versuchte, ein klein wenig zu singen, kam ein Rabenkrächzen heraus; meistens gipfelte mein Singversuch in verzweifeltem Weinen.
Was mir half, waren einfache Stimmübungen. Zur Entspannung tief brummen, schnurren, summen und die Laute OOOMMMAAAHAAA gleichmäßig und tief intonieren. Ich wusste, dass solche Übungen den Atem regulieren und den Parasympathikus und Vagus-Nerv stimulieren können, was wiederum zur Entspannung beiträgt. Vielleicht versuchen Sie es einmal?
NEUERSCHEINUNG »Trauerbuch«:
»HEUTE WEINE ICH NICHT: meine REISE durch die TRAUER«
ist meine ganz persönliche MUTMACH-Geschichte einer Witwe, 55 plus: Diese wahre Geschichte soll allen, die trauern und schwere Verluste erlitten haben, Trost und Unterstützung bieten. Das Buch erscheint am 30.10.2026: Sie werden im Buch auch viele kreative Strategien zur Trauer- und Verlustbewältigung finden. Wenn Sie mehr wissen möchten, kontaktieren Sie mich gern per Mail:
ingrid(at)konzeption-text.biz



