GEDICHTE können Mut machen und Trost
spenden in schweren Zeiten

Kennen Sie dieses wunderschöne Gedicht NÄHE DES GELIEBTEN von JOHANN WOLFGANG VON GOETHE? Ich habe es in meiner Trauerzeit entdeckt und oft rezitiert, wenn ich traurig war oder mich verlassen und trostlos fühlte:

NÄHE DES GELIEBTEN

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer vom Meere strahlt.
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer in Quellen malt.
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege der Staub sich hebt.
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Wege der Wanderer bebt.
Ich höre dich, wenn dort im dumpfen Rauschen die Welle steigt.
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen, wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne.
Du bist mir nah.
Die Sonne sinkt,
bald leuchten die Sterne.
O, wärst du da!

(Johann Wolfgang von Goethe)

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Niemand ist in der Trauerzeit, aber auch bei anderen Verlust- und Schicksalsschlägen des Lebens gefeit gegen düstere und bohrende negative Gedanken; meistens kommen diese »Grübelmonster« in der Nacht, wenn der Geist nicht mehr mit Arbeit und Alltagsproblemen beschäftigt ist. Dann führen die schwarzen Gedanken schnell zu negativen Gefühlen und schließlich zu einer Grundstimmung von Pessimismus oder gar Verbitterung, die kaum zu ertragen ist und Schlaflosigkeit erzeugt. 

WAS TUN, WENN »GRÜBEL-MONSTER« SIE PLAGEN?

Mein »STOPP!-SCHILD«

Um düstere Gedanken in ihre Schranken zu weisen, habe ich mir im 1. Trauerjahr auf ein DinA4-Blatt ein großes blutrotes STOPP-SCHILD gemalt. Das hängte ich mir gut sichtbar auf. Immer wenn das »Trauermonster« mich in Endlos-Gedanken treiben wollte, schaute ich das STOPP-Schild an und sagte laut:

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Das ist kurz zusammengefasst ein sofort wirkender »Laune-Pusher«. In meiner TRAUERZEIT habe ich die »Königliche Mut-Haltung« immer dann eingenommen, wenn ich mich besonders traurig, niedergeschlagen und mutlos fühlte; wenn die Trauer mich zu Boden ziehen wollte, genau dann sagte ich mir: »STOPP!«.

In einem Buch von Barbara Berckhan, »Sanfte Selbstbehauptung«, hatte ich diese Körperhaltung vor vielen Jahren entdeckt. Allen, die trauern, die Verluste erlitten haben oder sich einfach kraftlos und zu Boden gedrückt fühlen, empfehle ich dieses »Patentrezept« gegen Mutlosigkeit. Und es geht so:

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