Das Gedankenkarussell stoppen!
TRAUER bewältigen!

MUTMACH-GEDICHTE spenden Trost: eines meiner GEDICHTE während der TRAUER finden Sie unten.

TRAUER bewältigen und kreisende Gedanken stoppen:
Wer trauert, einen schweren Verlust erlitten hat oder gerade eine Lebenskrise meistert, kennt das: Negative Gedanken überschlagen sich »im Schleudergang«; der Stress steigt und die Verzweiflung ebenso, weil man weder klar denken noch einschlafen kann. Ich erlebte solche Situationen im ersten Trauerjahr häufig und auch in den Jahren danach immer wieder.

Eine/n TherapeutIn konnte ich mir nicht leisten, also musste ich kreative »Hilfe zur Selbsthilfe« nutzen. Da ich aus meinen Coaching/Psychologie-Fernstudien wusste, dass sich Gedanken im Gehirn manchmal wie »Affenschnattern« äußern, war mir klar, dass ich gezielt gegen dieses Laute und Negative in meinem Kopf angehen musste.

MUTMACH-GEDICHTE SPENDEN TROST:
Gedichte auswendig lernen lenkt ab.

So kam ich auf die Idee, mein Gehirn in solchen Situationen stark zu fordern und ein GEDICHT AUSWENDIG ZU LERNEN. Das kann jeder; und mit etwas Geduld und Konzentration klappt es auch.

Ich nahm mir mein Taschenbuch »Die Lieblingsgedichte der Deutschen« zur Hand und blätterte darin. Schnell hatte ich meinen Favoriten gefunden: das Gedicht DER PANTHER von RAINER MARIA RILKE. Ich konzentrierte mich aufs Auswendiglernen, Strophe für Strophe. Wenn ich mir einige Zeilen gemerkt hatte, sprach ich sie laut vor mich hin. Das Ergebnis war: Mein Gehirn brauchte die Energie jetzt fürs Lernen des Gedichts und hatte für »schnatternde Grübelgedanken« und TRAUER keinen Platz übrig.

Trauer & Verlust:
Strategien zur Trauer-Bewältigung brauchen viel Wiederholung

In der Folge wiederholte ich diese Strategie immer und immer wieder: Heute, im 9. Trauerjahr, kenne ich viele Gedichte auswendig; denn die Beschäftigung mit schöner Poesie, mit Lyrik ist Balsam für die Seele von TRAUERNDEN und spendet Trost.

Parallel zum Auswendiglernen bekam ich sogar Lust, selbst Gedichte zu schreiben – eines davon, das ich in der besonders »grübelanfälligen« Corona-Zeit schrieb, sehen Sie unten. Vielleicht versuchen Sie etwas Ähnliches, wenn das Gedankenkarussell durchdreht und Sie Trost im SCHÖNEN, WAHREN und GUTEN suchen.

Und hier kommt mein GEDICHT…

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Das ist kurz zusammengefasst ein sofort wirkender »Laune-Pusher«. In meiner TRAUERZEIT habe ich die »Königliche Mut-Haltung« immer dann eingenommen, wenn ich mich besonders traurig, niedergeschlagen und mutlos fühlte; wenn die Trauer mich zu Boden ziehen wollte, genau dann sagte ich mir: »STOPP!«.

In einem Buch von Barbara Berckhan, »Sanfte Selbstbehauptung«, hatte ich diese Körperhaltung vor vielen Jahren entdeckt. Allen, die trauern, die Verluste erlitten haben oder sich einfach kraftlos und zu Boden gedrückt fühlen, empfehle ich dieses »Patentrezept« gegen Mutlosigkeit. Und es geht so:

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TRAUERN ist doch sowieso schon eine Mammut-Aufgabe: Wie soll man sich da auch noch der SELBST-ERKENNTNIS widmen?

Das dachte ich, als ich in meiner Zeit der Trauer las, dass es gerade jetzt wichtig sei, sich selbst besser kennenzulernen. In einer PHILOSOPHIE-Vorlesung hörte ich dann, dass ich mir folgende 7 FRAGEN ehrlich beantworten solle:

  1. Was sind meine wichtigsten BEZIEHUNGEN, über die ich mich definieren will?
  2. Welches ist meine bislang wichtigste LEBENSERFAHRUNG?
    Wo kann ich also sagen: »Ja, genau das bin ich!«
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Von Lottozahlen, Traumpartnern und Herzenswünschen …

Heute bei diesem unleidigen Regensommerwetter frage ich mich: Ist tatsächlich NICHTS UNMÖGLICH? Kann ich mit dem eigenen WILLEN alles schaffen? Meine Vernunft sagt mir sofort: »Nein, das kannst du nicht.« Ich kann zum Beispiel keine Leistungssportlerin oder Weltklasse-Surferin mehr werden, weil mein Körper da streiken würde. Ich werde wahrscheinlich auch nicht im Lotto gewinnen, denn erstens gewann ich noch nie etwas – und die Jackpot-Wahrscheinlichkeit liegt bei 1 : 139 Millionen. Sollte ich also meine Wünsche und Träume lieber ans Universum schicken? Nein – daran glaube ich nicht.

Wie halten SIE es denn damit? Falls Sie reich, berühmt, geliebt, anerkannt … werden wollen oder es bereits sind? Was tun SIE dafür – oder was haben Sie dafür getan? Es würde mich sehr interessieren! Jedenfalls dachte ICH, dass es UNMÖGLICH sei, als Witwe mit 55+ noch einmal einen echten und wundervollen Mann fürs Leben zu finden. Doch Sie werden staunen …

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Was ich über MARTIN SELIGMAN und seine »Glücksformel« erfuhr.
Warum der FREIE WILLE keine Illusion ist. Was Sie für Ihr Glück und die Liebe tun können.

Über die Frage nach Freiheit & Glück dachte ich oft nach; als Trauernde beschäftigte sie mich ständig: Wie sollte ich je wieder glücklich werden – ohne ein WIR und mit all den Zwängen, die ich als Witwe jetzt hatte? 

Vielleicht denken auch Sie manchmal darüber nach, wie Sie freier und glücklicher werden könnten? 

FREIHEIT bedeutet ja vor allem das Freisein von Zwängen wie Geldverdienen. Doch was tun, wenn in absehbarer Zeit kein Geldsegen zu erwarten Ist? Ist man dann ein Leben lang »unfrei«? Und wieviel Geld braucht man zum Freisein? Eine Million oder mehr? Oder reicht der minimalistische Ansatz – einfach so viel Geld haben, dass man seine wichtigsten Bedürfnisse – wie der griechische Philosoph EPIKUR sie definiert – befriedigen kann?

Muss ich reich sein, Einfluss und Macht besitzen, um »glücklich« zu sein? Muss ich INFLUENCER sein oder in allen Talkshows sitzen, weil ich so gefragt bin? Oder geht es mir dann wie zig wohlhabenden »Pseudoglücklichen«, die plötzlich in Depression verfallen, wenn sie im öffentlichen Leben keine große Rolle mehr spielen?

WAS BRAUCHE ICH ALSO WIRKLICH?

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Stellen Sie sich vor, Sie stehen an einer Kreuzung. Die Straße links kennen Sie bereits: Die Fahrt auf ihr ist unangenehm und belastend, denn die Straße ist immer verstopft. Die Straße rechts kennen Sie noch nicht, aber sie müsste auch ans Ziel führen… 

Oft nehmen wir den bekannten, wenn auch ungeliebten Weg. Das ist für uns und unser Gehirn Routine. Eine neue Straße zu befahren, hieße ja, etwas Neues zu erleben und zu erlernen – und da sperrt sich unser auf Energiesparen angelegtes Gehirn oft. 

Aufs TRAUERN übertragen heißt das: Wenn Sie auf der bereits bekannten »Trauerstraße« fahren, wissen Sie, was Sie erwartet: Grübeln, Tränen, aber irgendwann kommen Sie dann doch wieder bei sich an – so ist es ja jedes Mal. Die andere unbekannte Straße dagegen macht Ihnen etwas Angst, weil Sie ja nicht wissen, was Sie dort erwartet. 

In der Trauerzeit erkannte ich, WIE wichtig es ist, Neues zu erkunden, auf neuen oder wieder entdeckten Wegen zu gehen. Sobald man sich nämlich auf das Neue konzentriert, ist es wie ein kleines Abenteuer. 

Bei mir war das so, wenn ich mich – statt leblos auf dem Sofa vor mich hin zu weinen –, zwang, etwas Aktives oder Kreatives zu tun, was mein Gehirn richtig forderte: Eine Stofftasche per Hand mit einem schönen Motiv bemalen, Klavier spielen, Rätsel lösen, Gedichte auswendig lernen oder Gedichte schreiben oder Gedichte in Schönschrift mit Füller in mein Lebensbuch übertragen. Eine Geschichte schreiben. Eine Fremdsprache lernen. Etwas kochen, basteln, backen, das volle Konzentration erforderte. …

Fast immer wurde ich mit guten Gefühlen und etwas mehr »Leichtigkeit« belohnt – oft sogar mit Glücksgefühlen. Bestimmt kennen auch Sie solche Flow-Aktivitäten, in die Sie ganz eintauchen können, die Ihre seelische Immunabwehr stärken und mehr Freude und Sonne ins Dasein bringen. Schreiben Sie alles auf, was das sein könnte und erlauben Sie sich  – auch gegen den inneren Widerstand – Flow zu erleben. 

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Copyright Texte / Fotos / Illustrationen by Holzmann-Ottohall, Ingrid  2025

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